Praxiswissen vom Bauberater

Ratgeber rund um
Hauskauf, Neubau & Sanierung

Vier Themen, bei denen ich in der Beratung immer wieder gefragt werde – direkt und ohne Umschweife erklärt. Von Sebastian Bauhuber, Bauingenieur und Sachverständiger aus Fürstenfeldbruck.

Neubau & Sanierung

Worauf bei der Hausplanung wirklich zu achten ist

Von der Bedarfsanalyse über Baugenehmigung bis zur Wahl der richtigen Partner – die häufigsten Stolperfallen beim Bauen.

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Immobilienkauf

Augen auf beim Hauskauf: Bevor Sie unterschreiben

Was Käufer im Großraum München oft übersehen – und warum ein Sachverständiger bei der Besichtigung keine Ausgabe, sondern eine Absicherung ist.

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Immobilienverkauf

Immobilienwert steigern statt Geld verschenken

Welche Maßnahmen vor dem Verkauf tatsächlich etwas bringen – und welche Renovierungen Sie sich sparen können.

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Energierecht

Heizungsgesetz & GEG 2026: Was Eigentümer wissen müssen

Der Stichtag rückt näher. Was sich für Eigentümer in München und dem Landkreis Fürstenfeldbruck konkret ändert.

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Neubau & Sanierung

Worauf bei der Planung unseres Hauses zu achten ist

Die Planung eines Hauses ist für die meisten Menschen das größte Projekt ihres Lebens. Zwischen dem ersten Entwurf und der Schlüsselübergabe lauern kostspielige Fallstricke – wenn man nicht weiß, wo man genau hinschauen muss.

Schritt 01 Das Fundament: Bedarfsanalyse vor dem ersten Strich

Bevor ein Architekt den Stift in die Hand nimmt, sollten Sie Ihren tatsächlichen Bedarf kennen. Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht – ich erlebe regelmäßig Bauherren, die erst während der Ausführung merken, dass ein Zimmer fehlt oder der Grundriss für die nächsten 20 Jahre nicht mehr passt.

  • Lebensphasen einplanen: Denken Sie an Barrierefreiheit, flexible Zimmernutzung und mögliche Erweiterungen. Was heute das Kinderzimmer ist, muss in 15 Jahren als Einliegerwohnung funktionieren können.
  • Budget-Realismus: Die Bausumme ist nur ein Teil. Erschließungskosten, Außenanlagen und unvermeidliche Extras treiben das Budget erfahrungsgemäß um 15–25 % nach oben. Planen Sie diesen Puffer von Anfang an ein.
  • Grundstück richtig prüfen: Ein Bodengutachten ist kein optionales Extra. Wer auf schlechtem Baugrund baut ohne es zu wissen, hat ein Problem – spätestens beim Kellergeschoss.

Schritt 02 Baugenehmigung: Früh klären, was erlaubt ist

Gerade im Großraum München und im Landkreis Fürstenfeldbruck sind die Zuständigkeiten zwischen Gemeinde und Landratsamt nicht immer leicht zu durchschauen. Was im Bebauungsplan steht, lässt sich oft nicht eins zu eins auf den eigenen Wunsch übertragen.

  • Bebauungsplan lesen: Dachform, Geschosshöhe, Grenzabstände, erlaubte Nutzung – das steht alles drin, aber es braucht Übung, es richtig zu lesen. Ein Fehler hier kostet später sehr viel Geld.
  • Frühzeitig abstimmen: Ich kläre im Vorfeld direkt mit den Behörden, ob Ihre Wünsche genehmigungsfähig sind. Das erspart teure Umplanungen nach abgelehntem Bauantrag.

Schritt 03 Architekt und Baufirma: Wo Qualität wirklich entschieden wird

Ein schöner Entwurf ist kein Bauprojekt. Zwischen dem, was auf dem Papier steht, und dem, was gebaut wird, liegt oft eine erhebliche Lücke – und wer sie nicht kontrolliert, zahlt am Ende drauf.

  • Ausführungsplanung genau prüfen: Achten Sie darauf, dass die Werkplanung wirklich bautauglich ist – nicht nur optisch ansprechend.
  • Angebote richtig vergleichen: Der günstigste Angebotspreis ist selten der günstigste Endpreis. Entscheidend ist die Bau- und Leistungsbeschreibung. Was ist drin, was nicht?
  • Neutrale Kontrolle: Ein unabhängiger Sachverständiger, der Verträge und Planungen prüft, kostet Sie verhältnismäßig wenig – und spart im Schnitt ein Vielfaches dessen.

Schritt 04 Technik & Energie: Heute gebaut, morgen bezahlbar

  • Energiestandard: Wärmepumpen, PV-Anlage, Lüftungsanlage – wer das jetzt richtig plant, spart dauerhaft und behält beim Wiederverkauf einen Trumpf in der Hand.
  • Zukunftsfähigkeit: Eine hohe Energieeffizienz ist heute die wirksamste Wertsicherung für Ihre Immobilie – kein Bonus, sondern Voraussetzung für einen fairen Verkaufspreis in 10 Jahren.
Mein Tipp aus der Praxis

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser – das gilt auf der Baustelle genauso wie im Vertrag. Als Bauberater begleite ich Sie von der ersten Skizze bis zur Abnahme, damit Sie gegenüber Architekten und Baufirmen immer auf Augenhöhe bleiben.

Sie haben konkrete Pläne in München oder Fürstenfeldbruck? Ich prüfe Ihre Unterlagen, bevor Sie sich langfristig binden.

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Immobilienkauf

Augen auf beim Hauskauf: Worauf Sie achten müssen, bevor Sie unterschreiben

Der Immobilienmarkt in München und Fürstenfeldbruck ist schnell. Käufer fühlen sich unter Druck gesetzt – und unterschreiben manchmal zu früh. Ein Hauskauf ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Wer die rosarote Brille zu spät absetzt, zahlt teuer drauf.

Punkt 01 Bausubstanz: Hinter die Fassade blicken

Ein frischer Anstrich kann vieles verbergen. Was ich bei jeder Besichtigung als erstes tue: Keller riechen, Ecken anschauen, Haustechnik befragen.

  • Feuchtigkeit & Schimmel: Riecht es im Keller muffig? Dunkle Stellen hinter Schränken oder Einbauküchen? Das sind keine Kleinigkeiten.
  • Dach & Dämmung: Wie alt ist die Eindeckung? Entspricht die Dämmung dem Gebäudeenergiegesetz? Ein veraltetes Dach kostet schnell fünfstellig.
  • Haustechnik: Wann wurden Heizung, Elektrik und Leitungen zuletzt gemacht? Sanierungsstau wird systematisch unterschätzt – von Käufern und manchmal auch von Maklern.

Punkt 02 Unterlagen: Mehr als nur das Exposé

  • Grundbuchauszug: Lasten, Grundschulden, Wegerechte – das steht hier drin. Unbedingt prüfen lassen.
  • Baulastenverzeichnis: Eingetragene Beschränkungen können eine spätere Erweiterung komplett verhindern.
  • Energieausweis: Ist er aktuell und rechtskonform? Was sagt er über die Nebenkosten in den nächsten Jahren?

Punkt 03 Rechtliche Sicherheit: Wurde alles legal gebaut?

Einer der häufigsten Überraschungen beim Kauf: Ausgebaute Dachstühle, angebaute Terrassen oder umgenutzte Kellerräume, die nie offiziell genehmigt wurden.

  • Genehmigter Stand: Stimmen die Baupläne mit dem überein, was tatsächlich steht? Eine nachträgliche Genehmigung ist teuer – im Worst Case droht der Teilrückbau.
  • Teilungserklärung bei Eigentumswohnungen: Das wichtigste Dokument überhaupt. Es regelt, was Ihnen gehört und was der Gemeinschaft zufällt.

Punkt 04 Kaufvertrag: Lassen Sie nichts ungeprüft

Der Notar beurkundet – er berät Sie nicht wirtschaftlich. Das müssen Sie selbst oder über einen Berater sicherstellen.

  • Haftungsausschluss: Gebrauchte Immobilien werden meist „gekauft wie gesehen" verkauft. Umso wichtiger, dass Sie Mängel vorher kennen und nicht erst nach dem Notartermin.
  • Zahlungsbedingungen: Wann fließt das Geld, wann erfolgt die Übergabe, und wer haftet für was dazwischen?
Mein Tipp aus der Praxis

Gehen Sie nicht allein zur Besichtigung. Ein geschultes Auge sieht Risse, Feuchtigkeit und veraltete Technik auf den ersten Blick. Das ist Ihre stärkste Verhandlungsgrundlage – und oft der Unterschied zwischen einem fairen und einem überteuerten Preis.

Sie haben ein Objekt in München oder Fürstenfeldbruck in Aussicht? Bevor Sie den Notartermin vereinbaren, schauen wir uns die Substanz gemeinsam an.

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Immobilienverkauf

Immobilienwert steigern statt Geld verschenken

Viele Eigentümer in der Region München verschenken beim Verkauf bares Geld. Nicht weil die Immobilie schlecht ist – sondern weil sie das Potenzial nicht sichtbar gemacht haben oder an der falschen Stelle investiert haben.

Hebel 01 Erster Eindruck: Außenwirkung und Home Staging

Kaufentscheidungen fallen oft in den ersten 90 Sekunden – noch bevor ein einziges Zimmer betreten wird.

  • Fassade und Garten: Ein gepflegter Eingangsbereich signalisiert dem Käufer: Hier wurde auf die Immobilie geachtet. Das übersetzt sich direkt in Vertrauen – und Preis.
  • Entrümpeln & Licht: Helle, freie Räume wirken größer. Entfernen Sie überflüssige Möbel und sorgen Sie für maximale natürliche Belichtung. Das kostet nichts, bringt aber viel.

Hebel 02 Energetische Sanierung: Der größte Hebel im aktuellen Markt

Seit GEG und steigenden Energiepreisen achten Käufer extrem auf den energetischen Zustand. Eine Immobilie mit altem Heizsystem wird heute als Risikoobjekt eingestuft – auch wenn alles andere passt.

  • Kleine Maßnahmen, großer Effekt: Das Dämmen der obersten Geschossdecke oder der Austausch einer veralteten Umwälzpumpe kostet wenig und verbessert den Energieausweis spürbar.
  • Energieausweis: Er muss aktuell und rechtskonform sein. Ein schlechter Energieausweis gibt dem Käufer ein schlagkräftiges Argument für Preisverhandlungen – ein guter nimmt ihm dieses Argument.

Hebel 03 Rechtliche Klarheit vor dem Verkauf

Nichts bremst einen Verkaufsprozess mehr als ungeklärte Rechtsfragen – und nichts schreckt Käufer (und deren finanzierende Banken) schneller ab.

  • Baugenehmigung prüfen: Wurde der Wintergarten, der Anbau oder der Hobbyraum im Keller je genehmigt? Ich kann im Vorfeld klären, was sich legalisieren lässt – bevor der Käufer abspringt.
  • Grundbuch bereinigen: Alte Lasten, die nicht mehr relevant sind, sollten vor dem Verkauf gelöscht werden. Das signalisiert Sorgfalt.

Hebel 04 Mängel vorher beheben – nicht verstecken

Bekannte Mängel fachgerecht zu beheben lohnt sich in den meisten Fällen mehr, als sie im Kaufpreis „einzupreisen". Käufer kalkulieren beim Preisabzug fast immer das Doppelte der realen Reparaturkosten – um ihr eigenes Risiko zu decken. Das ist ihr gutes Recht, aber Ihr Nachteil.

Mein Tipp aus der Praxis

Lassen Sie Ihre Immobilie vor dem Verkaufsstart unabhängig begutachten. Ich erstelle ein Zustandsprotokoll und zeige Ihnen genau, welche Maßnahmen den besten Return bringen – damit Sie mit konkreten Zahlen in die Preisverhandlung gehen.

Sie planen den Verkauf Ihrer Immobilie in München, Fürstenfeldbruck oder dem Landkreis Dachau? Wir schauen uns gemeinsam an, was Ihr Haus wirklich wert ist – und was noch rauszuholen wäre.

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Energierecht

Heizungsgesetz & GEG 2026: Was Eigentümer in München & FFB jetzt wissen müssen

Das Gebäudeenergiegesetz – im Volksmund „Heizungsgesetz" – sorgt weiterhin für Unsicherheit. Gerade 2026 erreichen wir Stichtage, die den Marktwert Ihrer Immobilie direkt beeinflussen. Wer falsch plant, riskiert nicht nur Bußgelder, sondern auch empfindliche Preisabschläge beim Verkauf.

Thema 01 Stichtag 30. Juni 2026: Kommunale Wärmeplanung München

Für Eigentümer in der Landeshauptstadt ist das der wichtigste Termin dieses Jahres. Bis Ende Juni muss die Stadt offenlegen, wo Fernwärmenetze ausgebaut und wo andere Lösungen wie Wasserstoff geplant sind.

  • Die 65%-Pflicht: Erst wenn diese Planung steht, greift für Bestandsgebäude bei einem Heizungstausch die Pflicht, mindestens 65 % erneuerbare Energien zu nutzen.
  • Der FFB-Vorteil: Kleinere Kommunen wie im Landkreis Fürstenfeldbruck (unter 100.000 Einwohner) haben theoretisch bis Juni 2028 Zeit. Aber Vorsicht: Der Markt preist diese Fristen bereits in der Bewertung ein.

Thema 02 Sanierungspflicht bei Eigentümerwechsel (§ 47 & 72 GEG)

Ein Punkt, den viele Verkäufer unterschätzen: Bestimmte Pflichten gehen beim Kauf automatisch auf den neuen Eigentümer über – und berechtigen diesen zu harten Preisverhandlungen.

  • 30-Jahre-Regel: Standard- und Konstanttemperaturkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen außer Betrieb genommen werden.
  • Nachrüstpflichten: Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus kauft, muss innerhalb von zwei Jahren die oberste Geschossdecke dämmen und zugängliche Wärmeleitungen isolieren.
  • Strategie: Lassen Sie diese Punkte vorab prüfen. Ein GEG-konformes Haus verkauft sich in München deutlich schneller und zu einem besseren Preis.

Thema 03 Die „Bio-Treppe" für Gasheizungen

Wer 2026 unter bestimmten Bedingungen noch eine Gasheizung einbaut, muss mit steigenden Betriebskosten rechnen.

  • Grüne Quote: Ab 2029 müssen diese Anlagen stufenweise mit Biomasse oder Wasserstoff betrieben werden (15 % in 2029, 30 % in 2035).
  • CO₂-Preis: Die Kosten für fossile Brennstoffe steigen durch die CO₂-Bepreisung laufend. Eine Immobilie mit fossiler Heizung gilt am Markt heute bereits als Risikoobjekt.

Thema 04 Solarpflicht in Bayern ab 2026

In Bayern gilt seit 2025/2026 bei grundlegenden Dachsanierungen auch für private Wohngebäude eine Solarpflicht. Wer das Dach saniert, muss die PV-Integration zwingend einplanen – und sollte das strategisch nutzen, nicht als Pflicht sehen.

Mein Tipp aus der Praxis

Die aktuellen Förderungen (KfW-Zuschuss 458) mit bis zu 70 % Gesamtförderung sind so attraktiv wie selten. Wer jetzt saniert, steigert den Wert oft um mehr als die Eigeninvestition. Das Fenster sollte genutzt werden, solange es offen ist.

Sie planen eine energetische Sanierung oder den Verkauf Ihrer Immobilie? Ich prüfe, welche Maßnahme den größten Effekt auf Ihren Verkaufspreis hat – rechtssicher nach GEG 2026.

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